Elektronische Gesundheitskarte eGK

Infoportal über die elektronische Gesundheitskarte 2012

Bereits 2006 sollte die elektronische Gesundheitskarte die bisherige Krankenversicherungskarte ablösen und viele Vorteile für Versicherte und Krankenkassen bringen. Während die Krankenversicherungskarte von jeder Krankenkasse einzeln herausgegeben wird, soll es eine elektronische Gesundheitskarte für alle geben. Fünf Jahre nach dem eigentlichen Einführungstermin wurden im Herbst 2011 die ersten Karten ausgegeben. Die Einführung erfolgt somit Schritt für Schritt.

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Die Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte

Die elektronische Gesundheitskarte speichert einen Notfalldatensatz: Sanitäter und Notärzte können mit einem mobilen Lesegerät über mögliche Arzneimittel-Allergien, Blutgruppe oder Vorerkrankungen informiert werden und entsprechend handeln. Diese Funktionen sind ebenso wie die Europäische Krankenversichertenkarte (EHIC), die sich auf der Rückseite der eGK befindet, bereits nutzbar.

Zukunftsmusik sind derzeit noch Funktionen wie die elektronische Patientenakte, die es verschiedenen Medizinern erleichtert, die Vorgeschichte des Patienten zu berücksichtigen. Technische und datenschutzrechtliche Unstimmigkeiten haben diese Funktion der Gesundheitskarte bislang verhindert. Dasselbe gilt für den elektronischen Arztbrief: Die Kommunikation zwischen Ärzten, beispielsweise zwischen Hausarzt und Fachärzten, sollen bald über die elektronische Gesundheitskarte erfolgen. Grundsätzlich werden aber telemedizinische Versorgungsformen nach Ansicht der Bundesärztekammer künftig immer wichtiger und entsprechend zunehmen.

Daten & Fakten

  • 1 Karte steht jedem Versicherten zu
  • 2 Euro kostet die Karte pro Patient
  • 6 Jahre dauerte die Entwicklung der eGK
  • Über 2.000 Krankenhäuser müssen mit Lesegeräten ausgestattet werden, zusätzlich zu den rund 150.000 Arztpraxen in Deutschland
  • Etwa 70 Mio. Versicherte müssen Karten erhalten. Damit kostet allein die Einführung die Kassen rund 140 Mio. Euro.
  • Entwicklungskosten werden auf zwischen 500 Mio. und 1,4 Mrd. Euro geschätzt
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